Eine Paderborner Weihnachtsgeschichte

Posted on 24. Dezember 2011 von

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Passend zur Weihnachtszeit verpackte Monk07, bekannt aus dem Transfermarkt-Forum, die Hinserie in eine hinreißende Geschichte, die ich an dieser Stelle veröffentlichen darf. Aus der Sicht von Rittern, Zauberern, Hofnarren und einem König erzählt sie die Erfolgsserie des Sportclubs aus Paderborn. Anbei wünsche ich euch eine frohe Weihnacht, wie ihr sie euch vorgestellt habt. Zwar ohne Fußball, aber dafür mit Leckereien, mehr oder weniger respektablen Filmen, Geschenken und was noch dazu kommt!

Blau-Schwarze Weihnacht, der König, der Zauberer und seine Ritter

Es war einmal ein Städtchen mit dem kürzesten Fluss und seinem Dom, der da drei Hasen mit drei Ohren beheimatete. In dieses Städtchen wurde von König Finke der holde Zauberer Schmidt an den Hof geladen, um der niederen Gefolgschaft mit Geschick und leiser Magie neue Gefühle des Glückes zu vermitteln.

Um dies zu erreichen, bat der Zauberer den König ihm die ansässige Fußballmannschaft zu übergeben, um mit ihr die vor sich hin taumelnde Gefolgschaft in eine fröhliche und euphorische zu verwandeln.

Dies tat der König und gab ihm Zeit bis zum nächsten Sommer. Also nahm er die treuen Fußballdiener und hauchte ihnen neues Leben ein. Zum alten Stamm wurden die Ritter Kara, Meha, Bertels, Wissing sowie der aus weiterer Entfernung herbei geeilte Proschwitz geladen.

Sogleich nahm der Zauberer mit den Seinen das Üben neuer Tricks und Laufwege ins Visier. Außerdem wurde das miteinander gestärkt, denn schon vor Beginn der neuen Wettkämpfe kamen aus der Domstadt Köln die Ritter des Geisbockordens. Da sah man schon die neue Harmonie und Kampfeslust der neu formierten Galatruppe des Königs.

Fortan ging es in die Wettkämpfe. Das erste Kräftemessen wurde in der Ferne an der Küste in der Hansestadt zu Rostock ausgetragen. Die neu hinzu gekommenen Recken der Kogge konnten aber der neuen Magie des Zauberers nichts entgegensetzen. Ritter Proschwitz zeigte, warum man ihn herbei bat. In der Folge hatte man Auseinandersetzungen mit dem rheinischen Hof aus Düsseldorf mit dem man sich gütlich einigte. Danach zog es den Tross zu den Eisernen Rittern aus der Hauptstadt, wo erstmals die Ritter des Zauberers geschlagen wurden und sie mit gesenkten Köpfen das Feld verließen. Allen zum Trotz wollte man in der heimischen Arena dem fränkischen Hof aus Fürth diese Schmach wieder gut machen. Aber der Hofnarr Büskens nahm dem Zauberer und seinen Getreuen die Hoffnung und schenkte ihnen die erste Niederlage vor der eigenen Gefolgschaft. Und so dachte sich jeder, es bleibt alles wie bisher.

Doch dann braute der Zauberer seinen Kampfestrank. Seither konnte kein anderer Gegner, egal welchen Ordens, die Ritter des Zauberers schlagen. Egal welche Macht ihnen gegenüber stand, die Ritter des Paderborner Ordens schlugen sich prächtig und sorgten auch im restlichen Land für Erstaunen. Zuletzt wurde sogar im zweiten Wettkampf gegen den unbesiegbaren Düsseldorfer Hof gewonnen, nachdem man zuvor gleich zweimal gegen Hansestädter die Kräfte messen musste. Gegen die schon einmal geschlagene Hansekogge aus Rostock gab es keine großen Probleme, doch der Wettkampf eine Woche zuvor der war schon Nerv raubend. Man sah gegen den Orden des geachteten Kiez lange wie der sichere Sieger aus, doch mit dem letzten Schlag in letzter Sekunde wurden die Träume des Sieges noch gerächt.

Jetzt ist erst einmal Ruhe eingekehrt im Reich der Fußballweisen. Die Winterpause ist eingekehrt und oh Schreck was müssen wir erkennen?! Die Orden des höchsten Fußballwesens haben Begehrlichkeiten gegenüber unseren Rittern geäußert. Der Stuttgarter Schwabenorden etwa, der unseren mittlerweile zum Drachentöter aufgestiegenen Ritter Proschwitz haben möchte, oder der Hannoveraner Leineorden, mit dem unser Barde Alushi in Verbindung gebracht wird. Vielleicht zieht es auch unsere strategischen Abwehr-Ritter Mohr oder Gonther weg von unserem kleinen Flüsschen?!

Nun ja, bis jetzt sind alles nur Gerüchte, und wer weiß wo diese Wettkampfzeit noch hinführt. Vielleicht braut der Zauberer nochmal seinen Zaubertrank und in der nächsten Wettkampfepoche misst man sich mit den großen der Fußballzunft. Der König jedenfalls hat erkannt, dass der Zauberer der Richtige für seine Vorhaben ist, und möchte vorzeitig sicherstellen, dass der Zauberer länger an der Pader bleibt.

Die Gefolgschaft würde es ihm jedenfalls danken, denn mittlerweile sind Jubel und Heiterkeit in den Vordergrund getreten, denn so erfolgreich hat sich der Paderborner Ritterorden noch nie geschlagen. Selbst die Besucherzahlen in der Wettkampfarena steigen, was wiederum die Kassen des Zahlmeisters des Königs füllt.

So träumen wir von einer langen und erfolgreichen Zukunft unseres Ordens. Wir schwingen die Blau-Schwarzen Fahnen als Zeichen unserer Verbundenheit und stimmen gemeinsam die Schlachtrufe an, um aus unseren Rittern das Maximum heraus zu locken. Und wenn es mal nicht so läuft, kann uns das auch nicht niederringen, denn was unsere glorreichen Ritter bisher erreicht haben, kann ihnen und uns keiner mehr nehmen.

Posted in: SC Paderborn 07