Ein Satz mit X

Posted on 12. Februar 2012 von

0


Sorry, dass ich mich die letzten Tage, Wochen nicht gemeldet habe. Ich könnte jetzt weit ausholen und auflisten; warum, weshalb, weswegen. Die Problematik am einfachsten zu umfassen, dafür reicht es einfach etwas über Fublos D zu lesen. Die letzten Spieltage, Ergebnisse und Erfolgsserien sorgten schlicht dafür, dass ich ausgelassener ins Stadion gehen wollte. Nicht mehr auf die Siegesbierchen zu verzichten – es waren in Anbetracht der Punkteausbeute, retrospektiv gesehen, sicherlich einige –, weil man hinterher etwas aufs digitale Papier bringen muss, fiel schwer. Auch schlief die Kreativität dabei ein, immer wieder mehr Adjektive der Superlative zu erfinden. Sicherlich bin ich niemand, der nur etwas in die Sphäre hinausposaunt, wenn es gerade schlecht läuft (obwohl der Zeitpunkt zu einer Spielanalayse an diesem Tag das sicherlich beherbergt). Ein Moserer, der neben den Ü70-Fans steht und immer wieder einleuchtend erklärt, dass der Schiri das Schlechteste sei, was man seit 65 Jahren gesehen habe und dass der Stürmer da vorne herumirrt, wie ein blindes Hund nach einem Korn suchend. Egal, ich hoffe, dass ihr von nun an wieder etwas häufiger von mir zu lesen bekommt – falls erwünscht.

Wir sind heute ordentlich unter die Räder gekommen. Unsere Serie ohne Niederlage ist gebrochen. Angepriesen als Topspiel – die beste Heimmannschaft gegen das beste Auswärtsteam – zeigte sich nur eine Formation als Topmannschaft, während der anderen eigentlich nichts gelang. Genauer gesagt, kann man rein gar nichts schönreden, man wird kein Schamhaar in der Suppe finden, das etwas Positives herausfiltern könnte. Fürth hätte auch locker zweitstellig gewinnen können. Was lief also nicht, was sonst immer lief?

Ungewohnterweise schwächelten unsere Außenverteidiger, Bertels und Wemmer, sehr. Zu keinem Zeitpunkt konnte Bertels Sararer stoppen, auf der anderen Seite hatte Wemmer immer wieder Probleme mit Prib. Eigentlich sind beide schnellere Akteure doch gegen die beiden Fürther Außen wurden sie immer wieder aufs Neue überrannt. Überhaupt wurde unsere komplette Hintermannschaft überfallartig auf Knopfdruck der Kleeblätter immer wieder in die Schranken gewiesen. Stets einen Schritt voraus. Auch Occéan machte, was er wollte.

Ein weiterer wichtiger Faktor war, dass zwischen Abwehr-Mittelfeld-Sturm überhaupt keine Schaltzentralen stattfanden. Sobald der Vorwärtsgang eingelegt wurde, musste sofort die Kupplung getreten werden, um wieder zum Rückwärtsgang zu kommen. Kleinliche, überhebliche Fehlpässe – insbesondere anschaulich dargestellt von Alushi, Brandy und Brückner. Die Stürmer hingen in der Luft. Proschwitz bekam keine Kugel und selbst wenn, hatten ihn die Fürther Innenverteidiger im Griff. Brandy war bedacht ständig irgendwas zu vertändeln. Das Resultat: keine einzige, gescheite Chance aus dem Spiel heraus. Nur bei Mehas Standards entwickelte sich etwas wie Gefahr.

Die Fürther liegen uns nicht. Von einem Kräfteverlust nach dem Pokal-Sieg gegen Hoffenheim war nicht mal ansatzweise etwas zu spüren. Im Gegenteil. Fürth ist für uns zu flink, nicht ausrechnenbar, zu überraschend – zu gut! Schwamm drüber! Diese deutliche Klatsche ist kein Weltuntergang. Lieber einmal richtig auf den Sack bekommen, als ständig knapp zu verlieren! Nach wie vor mischen wir als Fünfter oben mit und nächste Woche gegen Dresden werden die Karten verdammt noch mal auch wieder neu verteilt.

SpVgg Greuther Fürth: Grün – Schröck (75. Geis), Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Sararer, Fürstner (63. Pekovic), Prib, Zillner – Occean, Asamoah (70. Schahin)

SC Paderborn 07: Kruse, Wemmer, Strohdiek, Mohr, Bertels – Krösche (77. Demme), Alushi, Meha (57. Kara), Brückner (46. Rupp)  Brandy, Proschwitz

Tore:

0:1 (05.) Proschwitz

1:1 (06.) Asamoah

2:1 (11.) Sararer

3:1 (45.) Asamoah

4:1 (47.) Occean

5:1 (57.) Mavraj

Schiedsrichter:

Knut Kircher

Zuschauer:

9.320