SC Paderborn: Mohr – Man of the Match

Posted on 31. Oktober 2011 von

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Es war einmal: Ziemlich kritisch, wenn Aue an der Pader antrat. Doch nicht einmal Angstgegner können uns momentan etwas im Ligabetrieb. Woche für Woche ernähren wir uns teils mühsam wie das Eichhörnchen, teils überragend. Gegen Aue war es eine Mischung aus beidem. Die erste Hälfte sollte man sich aus dem Gedächtnis streichen, da brauchen wir uns nichts vormachen. Die zweite, umso überraschender, spielerisch ein Genuss. Dabei rotierte Schmidt nach der Fürth-Klatsche ordentlich durch.

Brückner fand sich erstmals seit langer Zeit – meiner Meinung nach endlich – auf der Bank wieder. Kara ersetzte diesen, während Meha auf die linke Außenbahn wechselte. Brandy musste seinen Platz für Taylor räumen. Mohr übernahm die Position des verletzten Krösches und Gonther fand sich in der Innenverteidigung wieder. Warum auch immer kam Wemmer auch nicht von Anfang an, dafür wurde Palionis auf die Seite des rechten Verteidigers gesetzt. Ein für mich unverständlicher Schachzug! 1. Ist Palionis zu limitiert für diese Position. 2. Hat er nach seinem Brutalo-Auftritt in Fürth Sympathiepunkte verloren. 3. Ist Wemmer normalerweise so gesetzt wie Sebastian Vettel im Red Bull Racing-Stall.

In den ersten 45. Minuten war irgendwie der Wurm drin. Keine Überraschungsmomente. Wenig Kreativität. Kein Aufbäumen. Keine Laufbereitschaft. Glücklicherweise erging es den Veilchen nicht viel besser. „Ein typisches Remis“, hörte ich auf der Tribüne vermehrt äußern. Doch scheinbar hat Schmidt unsere Jungs in der Kabine erreicht. Ihnen einen Standpauke gehalten. Es war, als ob eine komplett andere Formation und Truppe in der zweiten Hälfte auf dem Platz stand.

Plötzlich erarbeitete man sich Chancen. Das Umschalten zwischen Defensive und Offensive klappte. Die Lila-Weißen hätte sich nicht darüber wundern dürfen, wenn sie noch 2-3 Tore mehr gefangen hätten. Für mich war der Spieler des Spiels auch gleichzeitig der Torschütze, Florian Mohr. Im Defensiven Mittelfeld räumte er alles gnadenlos ab. Zeigte sich in der Offensive auch deutlich effektiver und besser als es Krösche normalerweise tut.

Brauchen wir nach 13 Spieltagen, 25 Punkten und neun Spielen ohne Niederlage eine neue Messlatte? Sollen wir aufhören nur vom Klassenerhalt zu reden? Ich finde nein. Egal, was passiert! Egal, welche Träume die Siegesserie aufkommen lässt! Machen wir doch erst mal die 40 voll. Lassen dann die Korken kurz knallen und gucken dann einfach ohne Druck im Rücken, was noch geht… Oder nicht?

SC Paderborn 07: L. Kruse – Palionis, Gonther, Strohdiek, Bertels (66. Wemmer) – Alushi, Mohr – Meha, Kara (77. Brückner) – Taylor, Proschwitz (73. Brandy)

FC Erzgebirge Aue: Männel – Klingbeil, Lachheb, Paulus, Schlitte – Höfler (69. Cappek), Schröder – Hochscheidt (64. E. Kern) , Kempe, Kocer (35. Könnecke) – König

Tore:
1:0 (60.) Mohr

Gelbe Karten:
SCP: –
FC: Kocer

Schiedsrichter:
Robert Kempter (Sauldorf)

Zuschauer:
7.329

Foto: SC Paderborn Pressemappe 2011/12