SC Paderborn: Baden gehen in Fürth

Posted on 26. Oktober 2011 von

2


Vorab: Ich sah nur die Konferenz – in einer siegerländischen Kneipe Spielunke konnte ich die zahlreichen Gladbach-, Köln- und Dortmund-Fans nicht überzeugen, 90 Minuten und eventuell mehr Paderborn zu sehen. Sei’s drum. Weil so ein tolles Ergebnis am Ende in Fürth heraussprang, zog ich mir verbittert auch noch hinterher die ZDF-Zusammenfassung rein. Wenn Leiden dann richtig! Resümee nach dieser Tracht Prügel: Abhacken, Liga-Alltag ist angesagt und vielleicht war es mal wieder an der Zeit, nach den letzten Erfolgswochen so eine bittere Pille schlucken zu müssen – querstecken bleibt diese allerdings nicht: Sie (der DFB-Pokal) ist mehr ein Bonbon, den wir zur Gewichtszunahme (Geld) gebrauchen könnten, um den engen Gürtel weiter zu schnallen (Konsolidierung).

Bei allen Gegentoren sah unsere Abwehr nicht gut aus – okay ist eine Abwehr meist nie, aber dennoch –, was eigentlich erschreckend ist, wenn man schaut, dass wir die zweitbeste Defensive der Liga in unseren Reihen haben. Wie ein Hühnerhaufen gingen wir zu zaghaft ans Werk, ließen die Kleeblätter gewähren. Insbesondere bei hohen Bällen gab es eine hohe Anfälligkeit. Falsches Stellungsspiel, keine Zuordnung, kein Absprechen. Untypisch für diese Saison!

So war es einfach erschreckend mit welcher Leichtigkeit Fürth den Spielstand nach wenigen Minuten ausbaute. Das frühe Tor ließ alle Dämme brechen. Gerade zu Beginn hätte man hier deutlich besser verteidigen sollen. Fürth spielt in den letzten Wochen groß auf, das Selbstvertrauen scheint riesig zu sein. Wenn die derartig in Fürthung Führung gehen, läuft das Ding gegen einen Gegner, wie wir es sind, wie geschmiert. Dabei hatten wir auch unsere Chancen, doch Max Grün war an diesem Abend unbezwingbar.

Mit dem DFB-Pokal und diesem Wettbewerb werden wir keine Freunde mehr… Ein schlechteres Los hätten wir nicht bekommen können: Fürth, gegen die wir immer schlecht aussahen, und die auch nicht viele Zuschauer in ihre Playmobil- Trolli-Arena locken – zwecks Einnahmeteilung. Juckt! Wir sind wieder in der Realität, unsere Sieges-Serie gerissen und vorgeführt worden. Schmidt muss seine Jungs für die Aue-Partie psychologisch aufbauen – das 4:0 ist zu hoch ausgefallen! Die Jungs dürfen ihre Köpfe nicht hängen lassen. Ich freue mich auf Samstag und auf eine Trotzreaktion, obwohl wieder ein Angstgegner kommt. Wie sagte Stepi? „Lebbe geht weider.“

Greuther Fürth: Grün, Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal, Prib, Pekovic (81. Baumgärtel), Sararer, Schröck (61. Pektürk), Occean (72. Schahin), Nöthe.

SC Paderborn 07: Kruse, Wemmer, Strohdiek, Mohr, Bertels, Krösche (38. Palionis), Alushi, Meha, Brückner (46. Kara), Proschwitz, Brandy (46. Taylor).

Tore:
1:0 (05.) Pekovic
2:0 (29.) Nöthe
3:0 (35.) Occean
4:0 (79.) Pektürk

Gelbe Karten:
Greuther: Kleine, Mavraj
SCP: Meha, Bertels, Taylor, Palionis, Wemmer

Rote Karte:
SCP: Palionis (60.)

Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer:
6.150