Gazprom über Schalkes Finanzlage

Posted on 12. Juli 2011 von

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Ich will hier gar nicht werten. Ich will hier gar nicht verurteilen. Ich will hier gar nicht vorschreiben, wie ein Verein mit Schulden umzugehen hat. Dieses Mal soll es nur darum gehen, zu informieren. Die Meldung kann für Diskussionsstoff sorgen, oder auch nicht: Dass der russische Ölgigant Gazprom mit Schalke 04 zusammenarbeitet, ist seit 2006 nichts Neues. Dass das Sponsoring-Engagement von Gazprom noch einmal bis 2017 verlängert wurde, auch nicht. Was der Deal Schalke und Gazprom einbrachte, fasste das Handelsblatt nach der Unterzeichnung folgendermaßen zusammen:

Geschätzte 15 Millionen Euro im Jahr lässt sich Gazprom bisher das Schalke-Engagement kosten, plus Prämien im einstelligen Millionenbereich. Europaweit belegt Schalke damit Rang acht. In der Bundesliga spielt nur Bayern München mit Trikotwerbung mehr ein – die Deutsche Telekom soll 22 Millionen Euro pro Saison zahlen. „Dieses Jahr lief es wegen der Champions League sensationell gut für die Platzierung der Marke“, sagt Woelki. „Durch den Star Raúl waren wir in ganz Europa mit unserem Logo auf den Titelseiten.“

Woelki wird nicht müde, eines klarzustellen: „Wir wollen nicht Fußballvereine managen.“ Auf einen möglichen Sitz im Aufsichtsrat von Schalke wurde verzichtet. Es gehe allein um Imagepflege, man wolle als ganz normales Unternehmen wahrgenommen werden. Schluss mit Wodka- und Pelzmützenklischees. Das zurückhaltende Auftreten in Gelsenkirchen zahlt sich offenbar auch auf politischer Ebene aus. „Wir bekommen auch aus dem politischen Umfeld positive Reaktionen auf unsere Arbeit auf Schalke“, sagt der Berliner Gazprom-Manager.

Doch wie schaut Gazprom speziell auf Schalkes finanzielle Misslage? Der Sprecher des Energiekonzerns Gazprom, Sergej Kuprijanow, blickt dem sehr positiv entgegen und äußerte sich so:

Die finanzielle Situation ruft keine Zweifel hervor. Unter dem finanziellen Gesichtspunkt ist die vergangene Saison die erfolgreichste bisher gewesen. Ich stelle fest, dass Schalke sich nicht nur darauf konzentriert, das gewonnene Geld in neue Spieler zu investieren, sondern auch die Kredite nicht außer Acht zu lassen.

Wie der Königsblog berichtet, sei das auch genau Schalkes Absicht. [Wertung doch noch mal spontan an] Scheinbar haben es die Herren in blau verstanden. Daumen hoch!

Logo: Wikipedia

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