Amateure: Rote Karte bereichert bald nicht mehr Mannschaftskassen?

Posted on 20. Januar 2011 von

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Jetzt kann es teuer werden für Kreisligafußballer, die gerne mal eine brenzlige Situation mit einer Blutgrätsche lösen. Zum ersten Mal muss ein Spieler Schmerzensgeld für ein im Spiel begangenes Foul bezahlen, wie der Express berichtete. 2000€ soll ein 16 Jahre alter junger Mann nun für sein „Tackling“ latzen: Yilmaz spielte im November 2008 in einem Pokalspiel gegen den 1.FC Mönchengladbach. In einem Duell mit dem Gegenspieler foulte der Jugendliche und brach ihm das Bein.

Zwei Wochen später wurde dann eine Strafanzeige gestellt. In den ersten Instanzen wurde die Klage abgewiesen. Mit der logischen Begründung, dass man bei einem Fußballspiel damit rechnen müsse. Aber tatsächlich hat nun eine Richterin der Klage zugestimmt.

Nun schaltet sich auch der DFB ein. Denn diese Entscheidung kann große Probleme für den Amateurfußball bedeuten. Eine Klagewelle könnte über den Amateurbereich einbrechen und somit viele Freizeitkicker zum Aufhören zwingen. Denn welcher Spieler in der Kreisliga C im Rhein-Erft-Kreis hätte denn 2000 Euro zu viel? Yilmaz will in Berufung gehen und kann sich auf Unterstützung des Fußballverbandes freuen.

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