SC Paderborn: Gerechte Punkteteilung gegen MSV

Posted on 14. Dezember 2010 von

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Seit nun vier Spieltagen wartet der SC Paderborn auf einen Sieg. Nach den Pleiten gegen Fürth (0:4) und Bochum (0:3) konnte man sich immerhin in einer engagierten Partie in Osnabrück (2:2) einen Punkt ergattern, obwohl man zwei Mal in Rückstand geriet und der Schiedsrichter wieder Mal – welch‘ Neuheit – die brenzligen Situationen alle gegen die Ostwestfalen pfiff, respektive Fehlentscheidungen am laufenden Band produzierte. Nun ging es gegen die Zebras aus Duisburg. Herausgesprungen war ein erneutes Unentschieden, womit man eigentlich so nicht gerechnet hatte.

Wieder Mal konnten aus dem Spiel heraus keine Tore erzielt werden. Mittlerweile muss man resümieren, dass man in bereits ganzen acht Spielen verfehlte, einen Treffer zu erzielen. Auch die Tor-Statistik (15) beschreibt ganz gut, woran es bei den Paderbornern hapert. Nur Düsseldorf (13) und die stark abstiegsgefährdeten Bielefelder (11) haben schlechtere Werte vorzuweisen. Dabei werden genügend Chancen herausgespielt, die Verwertung kann man dann aber getrost in die Tonne kloppen.

Das war auch wieder das große Problem gegen Duisburg. Man war überlegen, hatte die besseren Chancen, aber mal das Tor zu treffen, gelingt einfach nicht. Kapllanis Effizienz scheint verflogen zu sein. Er enttäuschte in den letzten Spielen und wurde verdient gegen Osnabrück nicht berücksichtigt – Ausrede: Weisheitszähne. Wobei man nach den ersten Spielen mit der Neuverpflichtung eigentlich recht zufrieden war, doch ackern und spielerisch brillieren, scheinen Attribute zu sein, die der Albaner nicht kennt. So muss man schlicht feststellen, dass Kapllani mit seinem mangelnden Einsatz der Mannschaft mehr schadet. Würde er noch die Dinger treffen, wäre es was anderes, macht er aber nicht…

Es sind momentan andere gefragt wie Sören Brandy. Der gegen Osnabrück ein gutes Spiel machte und auch gegen die Duisburger durchaus treffen konnte, wenn er den schlitzohriger wäre. Scheinbar hat er an seiner Fitness gearbeitet und kann jetzt über 90 Minuten marschieren. Ein wenig enttäuscht bin aber von Spielern wie Alushi. Gerade Alushi muss an seinem Abschluss feilen, wenn er sich weiterentwickeln will. Er kann es aus der Distanz, hatte in dieser Saison ein paar Mal Pech, dass seine Schüsse von diversen Torhütern entschärft wurden. Jedoch reicht es auf Dauer nicht, „nur“ den Ballverteiler/-eroberer zu spielen. Da muss man eben wie gegen Duisburg einfach mal das Leder ins Tor bugsieren, wenn sich derartige Chancen bieten und man als Spielmacher gilt.

Insgesamt kann man mit einem Punkt gegen Duisburg zufrieden sein. Hätte ich zumindest sofort vorher unterschrieben. Mohr überzeugte auf seiner neuen Position als Sechser-Ersatz für Krösche und auch Palionis, der glücklos in Bochum vom Felde verwiesen wurde, bewies endlich mal in der Innenverteidigung, dass man auf ihn bauen kann. Nun geht es nach München, wo es für die Paderborner bisher wenig zu holen gab. Betrachtet man aber die verzwickte Situation von 1860 (Schulden, Spieler sollen in der Winterpause abgegeben werden) darf einiges drin sein. Mit drei Punkten könnte man beruhigend in die Weihnachtsferien gehen und das Ziel Klassenerhalt 2011 etwas näher vor Augen haben.

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