SC Paderborn: Das kostspielige Haar in der Suppe gefunden

Posted on 28. Oktober 2010 von

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Zukünftig müssen die Paderborner Profis ihre Fahrten ins Stadion selbst organisieren. Denn der Transfer via Mannschaftsbus vom Hotel zum Stadion wurde vorerst gestrichen. Damit sollen etwa 1.000€ pro Heimspiel gespart werden. Ja, in Paderborn dreht man jeden Taler doppelt und dreifach um. Doch trägt diese Nachricht irgendwie auch etwas Unprofessionelles mit sich. Kleinlich will der Verein dadurch haushälterischer sein, bei einem Ersparnis von ca. 20.000€ erscheint dieser Abstrich wie Erbsenzählerei. Dabei gibt es andere Kostenfaktoren, mit denen man die Konsolidierung vorantreiben könnte. Als erstes kommen die zündelnden Kinder einiger Gäste in den Sinn. Die Paderborner Ordner genießen einen schlechten Ruf… Wie erklärt man es sich, dass die eigenen Fans intensiver durchsucht werden und die Auswärtigen ohne Probleme Feuerwerkskörper schmuggeln können, was gleichbedeutend mit saftigen Geldstrafen ist? Dem entgegen tummeln sich teils zu selbstbewusste, vorlaute Ordner vor dem Gästeblock, die kein Ärgernis abbekommen, wenn jemand fackelt.

Ein weiteres Problem, die Verteilung der V.I.P.-Karten. Nicht nur einmal ist es vorgefallen, dass Sponsoren, Stars und Sternchen mit zu vielen Eintritten für die All Inclusive-Abteilung ausgestattet wurden. So kam es dann auch vor, dass diese am V.I.P.-Eingang abgegeben wurden mit dem Kommentar: „Die könnt ihr ruhig verteilen, da soll sich einer einen schönen Tag mit machen.“ Super!

Der Hertha-Blog ermittelte heute Zahlen, die besagen, dass der SCP durchschnittlich mit der zweitjüngsten Startelf in der 2. Bundesliga  aufläuft (Alter: 25,1). Ironie an: Hat denn ein Jüngling überhaupt zwischen Übungsläufen und Regenerationsprogrammen Zeit, sich in eine Fahrschule zu setzen? Ein Jorge Mosquera, kein EU-Bürger, dürfte sicherlich Probleme damit haben, ohne Führerschein zum Stadion zu kommen. Vielleicht findet dieser ja zukünftig auf mitfahrgelegenheit.de einen passenden PKW-Transfer zur Arena.

Warum streicht man nicht gleich auch die gemeinsame Busfahrt zu Auswärtsspielen? Jeder kann getrennt anreisen, die Fahrkostenerstattung wird gestrichen und man trifft sich dann auf einem Autobahn-Rasthof zur Taktikbesprechung. Hauptsache, die Klofrauen werden nicht eingeweiht und berichten dann vor dem Spiel via iPhone und Sozialen Medien von den überraschenden Aufstellungen.

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