Hertha BSC Berlin: Der FC Bayern der 2. Liga

Posted on 1. September 2010 von

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„Aufstieg“- kurz und knapp, so ist die Zielsetzung des Berliner Clubs. Nach zwei Spieltagen bestätigte sich auch, dass man wohl die 2. Liga bestimmen wird. Trainer Markus Babbel hat mit seinem Team einen sehr guten Start hingelegt und sechs Punkte erreicht – etwas anderes wäre auch nur als Fehlstart bezeichnet werden dürfen. Hertha BSC hat mit Abstand den größten Etat in der Liga und Leistungsträger wie Ramos und Raffael konnten gehalten werden. Mit bundesligaerfahrenen Spielern wie Rob Friend, Peter Niemeyer und Christian Lell wurde die Mannschaft verstärkt. Als Ersatz für den nach Wolfsburg gewechselten Kapitän Arne Friedrich wurde Andre Mijatovic geholt, der auch sofort die Kapitänsbinde bekommen hat. Allein, dass ein neuer Spieler die Binde nun tragen darf, zeigt, dass Hertha ein neues Gesicht zeigen will.

Nach einer der schwächsten Saisons überhaupt in der Geschichte der Fußball-Bundesliga soll jetzt alles anders werden. Eine positive Ausstrahlung wird immer wieder in den Medien gezeigt. Leichte Unruhen kamen nur auf, als Christian Lell ein Interview gab und Anspielungen in Richtung Michael Ballack tätigte. Andeutungen, die man so verstehen kann, dass Lells Freundin den Rechtsverteidiger mit Michael Ballack betrogen haben könnte. Der Verein nahm Lell deshalb schnell ein Schweigegelöbnis ab. Ballack schweigt ebenfalls zu diesen passiven Angriffen seitens Lell.

Ansonsten ging die Vorbereitung ohne größere Skandale zu Ende. Wenn Hertha ein oder zwei Spiele in der Vorbereitung verlor, wurde man in der Presse leicht nervös, aber der Verein blieb stets ruhig und versuchte soweit wie möglich, die Zweifler in den Medien zu ignorieren. Besorgnis in den Medien kam die Frage auf, ob Hertha denn die härtere Gangart in der 2. Liga übernehmen und kämpferisch gegen arbeiten könnte. Gerade am Montagsspiel gegen Fortuna Düsseldorf zeigte sich der Hauptstadtclub als leidenschaftliche und kämpferische Mannschaft.

Auch zum Saisonauftakt zeigte man was eine Spitzenmannschaft ausmacht. Nicht die bessere Mannschaft sein, aber dennoch gewinnen. Somit wäre eine Tendenz klar. Wenn Hertha BSC weiter so spielt, dann ist ein Aufstiegsplatz fest reserviert. Augsburg, Bochum und all die anderen, die gerne wieder in die erste Bundesliga wollen, müssen dann um die zwei anderen Plätze kämpfen.

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