RB Leipzig: Zum Aufstieg verpflichtet

Posted on 6. August 2010 von

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Die Stadt Leipzig hat wohl in naher Zukunft wieder einen Fußballclub im Profigeschäft. Durch starke finanzielle Unterstützung eines großen Energydrink-Herstellers wurde der neue Verein im Mai 2009 gegründet. Aus dem SSV Markranstädt, das ihre Fußballabteilung ausgegliedert hatte, ging der RB Leipzig hervor. Die Lizenz des SSV Markranstädt ging auf den Rasenballsport Leipzig über. Der Verein startete in der Saison 2009/2010 in der Oberliga Nordost und stieg direkt in die Regionalliga Nord auf. Eigentlich sollte Rasenballsport Leipzig Red Bull Leipzig heißen, aber so etwas dürfen nur Betriebsmannschaften.

Ab dieser Saison spielt die Mannschaft, die mit einigen ehemaligen Bundesligaspielern gespickte Mannschaft, in der Red Bull Arena ( 44.193 Fassungsvermögen). Red Bull sicherte sich die Rechte des Namens für das ehemalige Zentralstadion bis 2040.

Ausschließlich verpflichtete der Regionalligist deutsche Spieler. Die Meinungen über den von Red Bull gesponserten Verein sind sehr zwiegespalten. Einerseits freut man sich, dass es im Osten einen Verein gibt, der das Potential und die finanziellen Mittel hat, um oben anzugreifen, allerdings fehlt bei vielen Leipzigern die Identifikation mit dem Club. Lokomotive und Sachsen Leipzig haben bis jetzt immer noch die größeren Anhängerzahlen.

Der neue Trainer Thomas Oral soll nun aus jungen deutschen Talenten und gestandenen Fußballern, die zum größten Teil im Herbst ihrer Karriere sind, eine Mannschaft formen, die im zweiten Jahr den zweiten Aufstieg erreichen soll. Qualität ist auf jeden Fall vorhanden. 14 Neuzugänge, darunter der ehemalige Leistungsträger von Hansa Rostock Tim Sebastian, stehen 12 Abgänge zu buche. Fast alle haben mindestens Regionalligaerfahrung.

Eigentlich wollte RB Leipzig keine Transferausgaben tätigen, also nur ablösefreie Spieler verpflichten. Anscheinend waren aber Carsten Kammlot und Daniel Frahn zu interessant für die Rasenballsportler, dass man doch auf das Konto von Red Bull Zugriff nahm und 800 000 bzw. 200 000 Euro überwies.

Man kann gespannt sein, ob sich der Aufsteiger wieder so souverän durchsetzen kann wie in der letzten Oberligasaison.

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