Malocher: das Image des RWO

Posted on 9. Juli 2010 von

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Geringer Etat, sehr großer Esprit, eine grandiose Wirkung, so könnte man den kleinsten Profiverein im Ruhrgebiet beschreiben.

Nach den blamablen Jahren von 2005 bis 2007 und den Abstiegen zuerst aus der zweiten Bundesliga und dann von der Regionalliga Nord in die Oberliga, mussten sich die Verantwortlichen auf Grund finanzieller Probleme ein neues Image erstellen und vor allem das Überleben des Vereins sichern.

Mit Hans-Günter Bruns fand man einen erfahrenen Trainer, der nun ein junges dynamisches Team, das aus Spielern der Gegend bestehen sollte, trainiert. Auch mit Oliver Adler schaffte man eine alte Ikone des Vereins als Co-Trainer zu gewinnen. Er spielte von 1995-2005 schon als Stammtorhüter in Oberhausen. Der hohe Bekanntheitsgrad des Sympathieträgers wieder mehr Fans ins Stadion zu locken und die enorme Erfahrung half den vielen Jungprofis eine professionelle Einstellung zu geben.

Durch den jungen, agilen Flair des Clubs fanden sich immer mehr Anhänger in der Stadt Oberhausen. Man hat wieder etwas, worauf man stolz sein kann, so verkauft sich der Club des kleinen Mannes.

Der Erfolg stellte sich sehr schnell ein. Man schaffte ein Novum, da man den direkten Durchmarsch in das Bundesliga Unterhaus schaffte. Nie zuvor ist es einem Verein gelungen nach zwei Abstiegen in Folge, auch wieder zweimal in Folge aufzusteigen. Man entschied sich der Vereinsphilosophie treu zu bleiben und schaffte den Klassenerhalt in den Saisons 2008/2009 und 2009/2010.

Besonders nennenswerte Spieler sind unter anderem der Kapitän Benjamin Reichert und der Grieche Dimitrios Pappas. Benjamin Reichert spielte schon seit seiner Jugend bei Rot-Weiß Oberhausen und ist seit 2002 Profi. Er wurde zwar erst in der Regionalligasaison Stammspieler, aber er blieb nach allen Abstiegen dem Verein treu und als Kapitän steht er wie keine anderer für den Verein. Pappas stoß 2007 zu Rot-Weiß Oberhausen und wurde Stammkraft. Dies änderte sich auch nicht nach den zwei Aufstiegen. In der Saison 2009/2010 war er zweikampfstärkster Spieler des RWO.

Familiäres Flair, Persönlichkeit, Teamspirit und den Ruf als Malocher zeichnet diesen etwas anderen Verein aus.

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